Im Oktober 2019 waren Dres. Annett Pfeiffer und Konrad Steidel in Beira und berichten von ihren Eindrücken:

Die Stadt, die wir kannten hat sich verändert… schon beim Anflug fällt auf, dass viele Palmenhaine fehlen, kurz vor der Landung sieht man, dass viele Gebäude noch immer kein Dach haben. Die kleinen Häuser der ärmeren Bevölkerung sind notdürftig mit verbogenem Wellblech gedeckt, welches lediglich mit Steinen beschwert ist, spätestens in der Regenzeit wird das Wasser in den Häusern kniehoch stehen….

Trotz allem haben sich die Menschen irgendwie an die neue Situation gewöhnt. Auf die Frage „wie geht es Dir?“ bekommt man meistens die spontane Antwort „gut“, wenn man etwas nachfragt, so wird aber klar, dass es zu Hause natürlich noch rein regnet, oder dass das Haus, was man mit viel Mühe dabei war zu bauen, in sich zusammengefallen ist… und dann wird von dem Wirbelsturm IDAI berichtet, immer noch sitzt der Schreck in den Knochen, die Angst vor einem neuen Wirbelsturm ist groß. Und es fehlt immer noch überall an fast allem…

Im Krankenhaus herrscht der übliche Trubel und wenn die Sonne scheint fällt vor allem auf, dass die Operationen immer noch in Zelten durchgeführt werden. Sobald es aber regnet verwandelt sich das Treppenhaus des Hauptgebäudes in einen kleinen Wasserfall, die Kranken werden mühsam die Treppen heraufgeschleppt. Im obersten Stock sind die Krankenschwestern damit beschäftigt, das Wasser vom Boden aufzuwischen, die Betten stehen dort, wo es nicht von der Decke tropft. Die Neugeborenen sind immer noch in einem Zimmer der Allgemeinpädiatrie zusammengepfercht. Viele Kinder leiden an Mangelernährung, die Station zur Behandlung von Unterernährung ist voll. Dr. Amir, Leiter der Kinderklinik, bedankt sich sehr für die Hilfe, die der Verein geleistet hat, zeigt stolz, wie gut sein Team arbeitet… Unser Verein hat seit März für 30 zusätzliche Krankenschwestern und 7 Stationshilfen zusätzliche Schichten bezahlt. Durch diese Hilfe konnten trotz der schwierigen Situation die Kinder stets gut versorgt werden. Als klar wird, dass wir diese Finanzierung der Überstunden für Krankenschwestern und die beenden müssen, sackt er kurz in sich zusammen – etwas verzweifelt fragt er: „wäre es nicht möglich in reduzierter Form weiter zu machen?“

Der Besuch im Waisenheim verläuft sehr ähnlich, große Dankbarkeit für das, was der Verein an Hilfe geleistet hat, aber große Bestürzung über die angekündigte Reduzierung der finanziellen Unterstützung auf das Niveau vor Idai. „Vorher hatten wir 63 Kinder und nun ca. 93, wie sollen wir das ohne die zusätzlich eingestellten Ersatzmütter schaffen?“

In einem Armenviertel am Rande von Beira bekommen ca. 250 alte, behinderte und bedürftige Menschen viermal in der Woche eine warme Mahlzeit. Wir sahen drei junge Köche die Mahlzeit am offenen Feuer zubereiten. In riesigen Töpfen wird Reis und ein Gemüsefleischgericht gekocht und dann in den Behältern, die im März individuell verteilt und beschriftet wurden, verteilt. Manche essen direkt vor Ort, andere nehmen das Essen mit nach Hause. Ihren Dank an die SpenderInnen des Vereins äußern die Menschen mit Gesang und wer kann tanzt auch etwas. Die Hoffnung ist groß, dass die Verköstigungen noch bis Weihnachten fortgesetzt werden kann auf den Feldern wächst bisher nur Salat.

Auch die HIV Präventionsarbeit und die Unterstützung der HIV infizierten Kinder und Jugendlichen läuft weiter. Leider ist die HIV Epidemie in Mosambik noch lange nicht kontrolliert. Jede Neuinfektion, die verhindert werden kann, rettet ein Leben. Jedes infizierte Kind, dass lernt, mit der Erkrankung zu leben und seine Medikamente regelmäßig zu nehmen, kann ein annährend normales Leben führen!

Bitte vergessen Sie nicht die Not der Menschen in Beira, auch wenn diese nicht mehr in unseren Medien erscheinen! Jede noch so kleine Hilfe trägt dazu bei, die Situation zu verbessern! Mit einer regelmäßigen Spende helfen Sie nachhaltig…

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