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Traumaambulanz

Sexualisierte und alltägliche Gewalt gehören zu den Tabuthemen, nicht nur in der afrikanischen Gesellschaft. Die Mädchen und Frauen in Mosambik stehen derzeit ohne Hilfe da. Da es weder eine rechtsstaatliche Ordnung mit einem funktionierenden Polizeiwesen noch eine staatliche soziale Absicherung gibt, sind viele Opfer darauf angewiesen, mit ihren Peinigern weiter zusammen zu leben oder dessen Straffreiheit mitzuerleben. Medizinische oder psychologische Unterstützung gibt es bisher nicht.

Hier will der Förderverein eine Lücke schließen und den Aufbau einer interdisziplinär arbeitenden Ambulanz unterstützen, in der die betroffenen Mädchen und Frauen medizinische, psychologische und soziotherapeutische Unterstützung erhalten.

Neben der seelischen Not und der Scham bedeutet eine Vergewaltigung in Mosambik auch eine körperliche Lebensgefahr. In Beira liegt die HIV-Infektionsrate der sexuell aktiven Bevölkerung bei über 30 %. Während die Opfer von häuslicher Gewalt neben der Wundversorgung vor allem soziale und psychotherapeutische Unterstützung benötigen, erhalten die Opfer von sexuellen Übergriffen auch eine medikamentöse Prophylaxe, um eine HIV-Infektion zu verhindern.

Beira liegt in Trümmern

Von dem verheerenden Tropensturm „Idai“ wurde die mosambikanische Hafenstadt Beira schwer getroffen. Ein Großteil der Bewohner*innen lebte in Holzverschlägen mit Wellblechdächern oder schlicht konstruierten Häusern. Diese wurden durch den Sturm und Wassermassen völlig zerstört. Aktuell sind alle Straßen unpassierbar, Brücken zerstört, es gibt keinen Strom, kein Trinkwasser, die Ernte auf den Feldern im Umland ist komplett zerstört. Von Hubschraubern aus sieht man zahlreiche Tote in den Fluten durch die Straßen treiben.

Auch die Kinderklinik und das von dem Aachener Förderverein unterstützte Waisenheim hat schwere Schäden, das genaue Ausmaß ist aufgrund der fehlenden Kommunikationsmöglichkeiten nicht abschätzbar.

 Der Förderverein ist seit 1998 in Beira aktiv und verfügt über zahlreiche vertrauensvolle  Kontakte vor Ort. „Wir werden so direkt und unkompliziert helfen, wo die offizielle Katastrophenhilfe nicht ankommt“  erläutert Dr. Annett Pfeiffer, die 18 Jahre als Kinderärztin in Beira gearbeitet hat und regelmäßig in Mosambik  aktiv ist. 

„Wir haben unter dem Stichwort „IDAI“ ein Spendenkonto für die akute Nothilfe eingerichtet,“ erläutert Dr. Jan Salzmann, Vorstand im Aachener Förderverein. „Aufgrund der persönlichen Kontakte ist eine schnelle und unbürokratische Hilfe möglich, so dass die Hilfe zu 100% da ankommt, wo sie am dringensten nötig ist.“

Förderverein Kinderklinik Beira e. V.
Deutsche Apotheker- und Ärztebank
IBAN: DE35 30060601 000469 7529
BIC: DAAEDEDDXXX