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Mosambik

Das südostafrikanische Land Mosambik erstreckt sich entlang der 2.470 km langen Küste am Indischen Ozean. Im Süden grenzt die „República de Mozambique“ an Südafrika und Swasiland, im Westen an Zimbabwe und Malawi und im Norden an Tansania. Die offizielle Landessprache ist Portugiesisch, welches von weniger als 30% der Bevölkerung gesprochen wird. Es hat eine Fläche von 799.380 km2 (2,5-mal so groß wie die Bundesrepublik) und hat nach der letzten Volkszählung mit einer Einwohnerzahl von ca. 18,4 Mio. (Zensus von 1997) eine Bevölkerungsdichte von 23 Einw. / km2.

Mosambik ist in zehn Provinzen eingeteilt. Das Land gehört zu den Ärmsten der Welt. Das Bruttosozialprodukt pro Kopf der Bevölkerung betrug für das Jahr 1997 nach Angaben der Weltbank 80 US $. Nach der Unabhängigkeit von der Kolonialmacht Portugal im Jahre 1975 und nach einem langjährigen Bürgerkrieg, der 1992 mit der Unterzeichnung des Friedensabkommens von Rom ein Ende fand, ist das Land weiterhin im Aufbau begriffen. Der Krieg hatte fast die gesamte Infrastruktur des Landes zerstört.

Beira ist die zweitgrößte Stadt der Landes und Hauptstadt der Provinz Sofala. Die Provinz hat ca. 1,3 Mio. Einwohner bei einer Größe von 68.018 km2, die Stadt selbst geschätzte 600.000 Einwohner. Beira hat mit seinem Hafen, nach Maputo der zweitgrößte des Landes, eine große Bedeutung vor allem für die angrenzenden Staaten Zimbabwe und Malawi. Über den sog. Beira-Korridor ist die Stadt mit einer gut ausgebauten Asphaltstraße, einer ausbesserungsbedürftigen Eisenbahnverbindung und mit einer Pipeline eng mit Zimbabwe verbunden.

Nach der Unabhängigkeit von Portugal waren Gesundheit und freier Zugang zu Bildung zwei Prioritäten, die in Mosambik mit großer Energie verfolgt wurden. Die konsequente Ausrichtung auf das WHO-Konzept der Primary Health Care und Präventivmedizin brachte der Bevölkerung eine kostenlose und für afrikanische Verhältnisse sehr effiziente Gesundheitsversorgung, die international als beispielhaft anerkannt wurde. Etwa die Hälfte der Einrichtungen des in den ersten Jahren nach der „Befreiung“ geschaffenen Basis-Gesundheitssystems sind im Laufe der 80-er Jahre im Bürgerkrieg zerstört worden. Der Ausbau des Gesundheitssystems gehört zu den wichtigsten Zielen der Regierung.