Am Anfang der Pandemie stand die Sorge im Vordergrund, dass COVID 19 Infektionen in Mosambik bei dem mangelhaften Gesundheitssystem verheerende Folgen haben könnte. Nun hat ein Lockdown (ohne jegliche soziale Absicherung) für katastrophale Verhältnisse gesorgt. Menschen hungern und verhungern. Ein makaberes Beispiel dafür, dass Lösungen in reichen Ländern nicht automatisch auch Lösungen in armen Ländern darstellen.

Hier ein aktueller Bericht aus Beira:

So wie in vielen Teilen der Erde, so gab es auch in Mosambik und in Beira Menschen die an Covid-19 erkrankt sind und auch verstorben sind. Auch wenn die Zahlen in Mosambik relativ gering sind, soweit verlässliche Daten erhoben werden, so sind die Auswirkungen gravierend:

Es gab einen „Lockdown“ bis Ende Juli, der aber jetzt noch einmal verlängert wurde. Sehr viele Menschen sind arbeitslos, die gesamte Wirtschaft liegt nahezu am Boden. Lehrer und Krankenpfleger bekommen oft erst verspätet und dann nicht das volle Gehalt ausgezahlt. Die Angestellten des Bildungszentrums in Beira bekommen seit einigen Monaten gar kein Gehalt mehr. Die Menschen, die buchstäblich von Hand in den Mund leben und für kleinere Aushilfsarbeiten für geleistete Arbeit bezahlt werden, was in den Randbezirken der Stadt auf die Mehrheit der Menschen zutrifft, gehen ebenfalls seit Monaten gänzlich leer aus. Anna, die Mutter eines der HIV infizierten Kinder, deren psychologische Unterstützung durch die Förderung des Vereins möglich ist, weiß oft nicht, was sie am nächsten Tag ihren Kindern zu essen geben wird. Die Menschen in Beira müssen, nachdem der Wirbelsturm „Idai“ im März 2019 Beira verwüstet hat, jetzt mit der 2. Katastrophe in kurzer Zeit leben. Und es fällt ihnen zunehmend schwer…

Priester Fidel Salazar

Das Ausmaß der Not wird auch in einem Gespräch mit dem Priester Fidel Salazar deutlich. Er berichtet, dass er seit einigen Wochen immer wieder um Geld oder Essen gebeten werde, da man Hunger habe.

In den letzten Jahren des Krieges vor dem Friedensschluss 1992 war das eine täglich zu hörende, „normale“ Klage. Seither wurde aber eher um Unterstützung für eine Ausbildung oder den Bau eines Hauses gebeten, dass Familien im größeren Stil echten Hunger leiden war eine Ausnahme geworden. Im Schlachthof werden nur noch die Hälfte der Hühner geschlachtet, nur wenige können sich noch Fleisch leisten. Der Preis für Grundnahrungsmittel ist in den letzten Wochen in die Höhe geschnellt, die Kosten für Eier und Öl zum Beispiel wurden um die Hälfte gesteigert. Auch uns erreichen immer häufiger, immer verzweifelte Bitten um Unterstützung … Gerade in dieser schweren Phase ist es wichtig, dass der Förderverein ein verlässlicher Partner ist.

Die Ärzte und Schwestern, die vom Verein bezahlt werden, leisten hervorragende Arbeit. Trotz der widrigen Umstände sorgen sie dafür, dass die Schwächsten auch in Zeiten dieser Katastrophen eine ausreichende Versorgung erhalten. Erfreulicherweise gibt es einige Spender*innen, die mit Dauerspenden diese Aufgabe unterstützen. Leider reichen diese regelmäßigen Spenden nicht um alle Ausgaben decken. Außerdem würden wir natürlich gerne akut den aller Bedürftigsten, z.B. den HIV infizierten Kindern aus unserem Projekt „Champions for Life“, Lebensmittel zukommen lassen. Daher bitten wir Sie, erneut für den Förderverein zu spenden, auch wenn wir wissen, dass auch für viele Mitbürger hier in Deutschland die wirtschaftlichen Verhältnisse nicht leichter geworden sind.

Die gesundheitliche Versorgung der Kinder ist durch die noch nicht behobenen Schäden nach dem Wirbelsturm und die Folgen des Lockdowns eine Herausforderung. Unterernährung führt zu vermehrten Krankheiten und einer erhöhten Kindersterblichkeit. Der Förderverein kann schnell, unbürokratisch und effektiv helfen. Ihre Spende hilft den Kindern in Beira, deren Leid kein Medienecho findet.

Mit herzlichen Grüßen
Dres Annett Pfeiffer, Konrad Steidel, Jan Salzmann

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