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Pressemitteilung

Ein Jahr nach IDAI
Die Menschen im mosambikanischen Beira sind noch Lichtjahre von Normalität entfernt

Vor einem Jahr wurde die Millionenstadt Beira über Nacht zu einer „Stadt ohne Dächer“, etwa Tausend  Menschen fanden den Tod, große Teile des Krankenhauses, das seit über 20 Jahren von dem Aachener Förderverein Kinderklinik Beira unterstützt wird, lagen in Trümmern. Der Wirbelsturm IDAI hat unsägliches Leid verursacht, aber auch eine unglaubliche Welle der Hilfsbereitschaft und der Solidarität bewirkt. Gerade die Menschen, die durchschnittlich 0,4 Tonnen CO2 Verbrauchen (Deutschland 9,4) bekamen den Klimawandel so sehr zu spüren.

Über 150.000 Euro spendete die Aachener Bevölkerung für die akute Überlebenshilfe und Aufbaumaßnahmen. Zunächst wurde überwiegend Nahrungsmittelhilfe geleistet, später Personalunterstützung in Kinderklinik und Waisenheim sowie bauliche Aufbaumaßnahmen.

Dr. Amir Seni, Direktor der Abteilung für Kinderheilkunde im Zentralkrankenhaus in Beira schreibt im März 2020 an den Förderverein. “Obwohl für Beira erhebliche internationale Hilfe geleistet wurde, erhielt das Zentralkrankenhaus in der Praxis keine Hilfe. Das war besonders hart für uns, da wir als Referenzkrankenhaus, unzählige Patienten zugewiesen bekamen und, obwohl die Strukturen beschädigt waren, die Aktivitäten nicht unterbrachen. Wir erhielten kein zusätzliches Personal. Pflegende und Ärzte leisteten Unglaubliches, kümmerten sich mit Professionalität und Empathie um die Leidenden, und das obwohl viele selber kein Dach mehr über dem Kopf hatten und selber auch unter der Lebensmittelknappheit, die während der ersten Wochen nach Idai in Beira herrschte, litten. Die Bemühungen des Fördervereins wurden mit größter Erleichterung aufgenommen. Mit Hilfe des Vereins konnten wir dringend erforderliches Pflege- und Reinigungspersonal einstellen. Keine andere Organisation, nichtstaatlich oder anderweitig, erkannte diese Notwendigkeit!“

 „IDAI ist aber nur ein Teil der Katastrophe Mosambiks. Die bittere Armut, die den Kinder des Landes (2/3 der Bevölkerung ist unter 24 Jahre alt) Nahrung, sauberes Wasser, Bildung zu Zugang zu Medizin versperrt, wird von der eigenen Regierung ignoriert und von der Weltöffentlichkeit ebenfalls. Bei allem Respekt vor dem COVID-19 Virus: Die Tatsache, dass täglich 20.000 Kinder an Hunger oder leicht zu behandelnden Krankheiten stirbt, findet nicht ein Promille der Medienöffentlichkeit wie das neuartige Virus.“ erläutert Dr. Jan Salzmann vom Vorstand des Vereins. Noch immer fehlen in der Kinderklinik und im angegliederten Waisenheim jede Menge Betreuungskräfte. Dauer-und Einzelspenden helfen dem Verein die Not zu lindern.

„Durch den direkten Kontakt zu den Aktiven vor Ort, kann garantiert werden, dass das gespendete Geld in vollem Umfang dort ankommt, wo es am dringlichsten benötigt wird. Spenden sind steuerlich abzugsfähig, da der Verein als gemeinnützigen Zwecken dienend anerkannt ist.“ betont Marika Marliani vom Förderverein.

Gespendet werden kann unter der Kontonummer IBAN: DE35 300 606 01 000 469 7529, BIC: DAAEDEDDXXX, bei der Deutschen Apotheker und Ärztebank Aachen. Nähere Informationen können per mail angefordert werden (jpsalzmann@hotmail.com) oder über die Postadresse des Vereins (Von Pastorstr. 17, 52066 Aachen). Im Internet ist der Verein mit der Homepage www.foerderverein-beira.de vertreten.